Detaillierter Reiseplan
Hier finden Sie den Ablauf dieser Reise.
Kunstmetropole Madrid
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FlugreiseMadrid zählt zu den großen Kulturmetropolen Europas und die Museen der spanischen Hauptstadt haben daran einen nicht unerheblichen Anteil. Der Prado, das Centro de Arte Reina Sofia und das Museo Thyssen-Bornesmisza genießen Weltruhm. Kürzlich wurde die Galeria de las Colecciones Reales neu eröffnet und die fantastische Sammlung wird in diesem exklusiven Kreis herausragender Museen ihren Platz einnehmen. Wir haben exklusive Führungen außerhalb der offiziellen Öffnungszeiten für Sie reserviert! Wir wohnen mitten im Zentrum und dennoch sehr ruhig in einem kleinen Boutique-Hotel und werden uns die Zeit lassen, die Architektur und das unverwechselbare Flair der spanischen Hauptstadt zu erkunden und zu genießen.
Leistungen: Flugreise, 6 Reisetage, Linienflug mit Lufthansa ab/ bis Frankfurt, alle Steuern und Abgaben, 23 kg Freigepäck, alle Flughafentransfers, 5 Übernachtungen in einem 4****-Boutique-Hotel in zentraler Lage in Madrid, Halbpension, alle Rundfahrten, Führungen und Eintrittsgelder laut Programm, kunsthistorische Reiseleitung
Reiseleitung: Karl Meiser und Angela Mallavia
| Preis pro Person im Doppelzimmer ab Saarbrücken: | 2.970 € |
| Einzelzimmeraufschlag: | 480 € |
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Frühmorgens um 06.00 Uhr Bustransfer von Saarbrücken zum Flughafen Frankfurt. Unser Linienflug mit Lufthansa nach Madrid startet um 10.20 Uhr; die planmäßige Landung erfolgt um 13.00 Uhr Ortszeit auf dem Flughafen Madrid. Nach der Gepäckausgabe fahren wir ins historische Zentrum Madrids und werden uns an der Plaza de Oriente mit Blick auf den Königspalast eine erholsame Lunchpause gönnen. Anschließend brechen wir in unserem Bus zu einer kurzweiligen Stadtrundfahrt auf, ehe wir nachmittags in unserem Hotel mitten im Zentrum Madrids einchecken. Zum Abendessen sind wir jeden Abend in einem guten Restaurant in der Nachbarschaft zu Gast.
Seit Kaiser Karl V. haben die spanischen Herrscher systematisch und mit großem Gespür für Qualität Kunstwerke zusammengetragen. Ihre exquisite Sammlung bildete den Grundstock des Museo del Prado, das zu den ältesten Museen der Welt zählt. Es wurde 1815 von Ferdinand VII. nach dem Vorbild des Louvre gegründet und im Gebäude des naturwissenschaftlichen Museums im Prado de San Jerónimo untergebracht. Der Prado besitzt die weltweit wichtigste Sammlung spanischer Malerei, u.a. Werke von El Greco, Zurbarán, Ribera, Murillo, Velázquez und Goyas. Die Sammlung italienischer Malerei bildet einen weiteren Sammlungsschwerpunkt des Museums; darunter befinden sich Meisterwerke von Mantegna, Botticelli, Fra Angelico und Hauptwerke von Raffael. Der Prado besitzt überdies die beste Sammlung venezianische Malerei außerhalb Italiens. Tizian war der Lieblingsmaler von Karl V. und Philipp II. Flämische Kunst ist im Prado ebenfalls in fantastischer Qualität zu bewundern: die berühmte Kreuzabnahme von Rogier van der Weyden und Meisterwerke von Robert Campin, Dierick Bouts, Petrus Christus und Hans Memling. Außerdem nennt das Museum auch die beste Hieronymus-Bosch-Sammlung der Welt sein eigen, u.a. befindet sich das Triptychon „Der Garten der Lüste“ aus der persönlichen Sammlung von Felipe II. im Prado. Unsere Besichtigung beginnt eine Stunde vor der offiziellen Museumsöffnung - wir werden also einen Großteil des Museums in Ruhe und ohne Gedränge genießen können. Im Anschluss an die Führung haben wir mehr als genügend Zeit, um sich individuell im Haus umzusehen. Nach unserem Pradobesuch unternehmen wir einen Spaziergang durch den Botanischen Garten Madrids, der sich seit 1781 neben dem Prado befindet, zu der Zeit das sich noch im Bau befindliche königliche Naturkundemuseum. Angelegt ist dieser weitläufige Garten, in dem man ganz wunderbar die Stille genießen kann, in drei stufenförmigen Terrassen. Ende Oktober blüht zwar nicht mehr viel, aber nach den intensiven Eindrücken im Museum ist der Aufenthalt im Real Jardín Botánico sehr erholsam. Wir nehmen nicht den direkten Weg zurück zum Hotel, sondern machen einen kleinen Umweg zur Plaza Mayor, wo wir die Atmosphäre des einzigartigen Platzes genießen. Über die Puerta del Sol geht es dann zurück zu unserem kleinen Boutique- Hotel.
Nach dem Frühstück spazieren wir zum ehemaligen Stadtpalast der Herzöge von Villahermosa, der seit 1993 das Museo Thyssen-Bornesmisza beherbergt. Unsere Besichtigung beginnt auch hier wieder eine Stunde vor der offiziellen Museumsöffnung - wir werden also einen Großteil des Museums in Ruhe und ohne Gedränge genießen können. Seit den 1930er Jahren war die weltberühmte Gemäldesammlung in der Villa Favorita in Castagnola bei Lugano untergebracht. Heinrich Baron von Thyssen-Bornemisza hatte um 1911 mit dem Aufbau der Sammlung begonnen und sein Sohn Hans Heinrich ergänzte sie über Jahrzehnte hinweg mit viel Sachverstand. Der besondere Charme der Sammlung liegt darin, dass sie den Geschmack und die Vorlieben eines großbürgerlichen Connaisseurs widerspiegelt. Seit 2004 beherbergt ein Anbau die Sammlung Carmen Thyssen-Bornemisza, die mit vorwiegend spanischen Gemälden vom 17. Jahrhundert bis zur Moderne die ursprüngliche Sammlung ergänzt. Wir lassen uns für den Besuch dieses einzigartigen Museums wieder viel Zeit und können das schöne Haus mit Muße besichtigen. Am Nachmittag bleiben wir im größeren Umfeld des Museums und spazieren durch dieses spannende Stadtviertel, das einerseits von Prachtboulevards wie dem Paseo del Prado und dem Paseo de Recoletos geprägt ist, andererseits von wunderbaren bürgerlichen Bauten, die an die repräsentativen Straßenzüge angrenzen. Es gibt hier viel zu sehen und zu entdecken.
Das Museo Nacional Reina Sofia zählt zu den Besuchermagneten Madrids und wir dürfen uns glücklich schätzen, wieder eine Stunde vor der offiziellen Öffnung mit unserer Museumsbesichtigung zu beginnen. Die Sammlung ist in einem weitläufigen Gebäudekomplex untergebracht, der sich um einen begrünten Innenhof gruppiert. Das „Edificio Sabatini“ war ursprünglich ein Hospital, das 1788 von Karl III. gestiftet worden war und bis 1965 als Krankenhaus genutzt wurde. Das erst Ende der 1980er Jahre gegründete Museum gehört seit vielen Jahren zu den meistbesuchten Kunstmuseen Europas. In der Sammlung nehmen die Werke der spanischen Avantgarde einen breiten Raum ein, etwa Werke von Joan Miró, Juan Gris, Pablo Picasso und Salvador Dalí, sowie die wichtiger zeitgenössischer spanischer Künstler, wie Antoni Tàpies oder Eduardo Chillida. Das mit Abstand berühmteste Gemälde ist Picassos „Guernica“, ein Schlüsselwerk der Klassischen Moderne, mitsamt zugehöriger Skizzen, Studien und Entwürfe. Nachmittags unternehmen wir einen kurzen Abstecher zum Caixa Forum, einem extravaganten Kulturzentrum, das 2008 von den Architekturbüro Herzog & de Meuron auf dem Gelände des ehemaligen Elektrizitätswerkes Central Eléctrica del Mediodía gebaut wurde. Wir unternehmen danach einen Spaziergang durch das „Madrid der Österreicher“: Zur Zeit der Habsburger entstanden in diesem Barrio zahllose Kirchen, Klöster und kleine Konvente. Aus dieser Epoche haben sich bedeutende Zeugnisse barocker Architektur erhalten, die sich rings um die historische Plaza Mayor, den unbestreitbar schönsten Platz Madrids, und die ehemalige Jesuitenkirche San Isidor verteilen.
Ein Bus bringt uns zum Palast der Herzöge von Alba. Sie ließen sich Mitte des 18. Jahrhundert oberhalb der Plaza de España einen standesgemäßen Palast errichten, den Palacio de Liria in der Calle Princesa. Die Kunstsammlung der berühmtesten Adelsfamilie Spaniens ist beeindruckend. Herausragend sind etwa Tizians Porträt des berüchtigten Herzogs von Alba oder Goyas Porträt der Herzogin Cayetana in weißem Kleid. Die Casa de Alba besitzt u.a ein Hauptwerk von Fra Angelico und schöne Arbeiten von Ribera, Velázquez, Murillo und Zurbarán; außerdem Werke von Rubens, Rembrandt, Gainsborough und Reynolds. Die Bibliothek, die über 18.000 Bände umfasst, ist exquisit und enthält bibliographische als auch dokumentarische Schätze, etwa die einzige Sammlung handschriftlicher Briefe von Christoph Kolumbus in Privatbesitz, das letzte Testament von Ferdinand „dem Katholischen“ oder die Madrider Erstausgabe des „Don Quijote" aus dem Jahr 1605. Nach der Besichtigung spazieren wir zum Parque de Oeste, der nur einin paar Schritte weit entfernt ist. Wir gönnen uns einen Café und eine kleine Pause, ehe wir durch den neugestalteten Park an der Plaza de España vorbei zum Palacio Real, dem ehemaligen Königsschloss, spazieren. In den kostbar ausgestatteten Repräsentationsräumen wurden in der Vergangenheit bedeutende Kunstwerke präsentiert, u.a. Arbeiten von Tiépolo, El Greco, Goya, Bosch und eine umfangreiche Gobelinsammlung. Diese einzigartige Kollektion ließen die spanischen Könige über ein halbes Jahrtausend zusammentragen. Seit zwei Jahren haben sie ein neues Quartier in einem spektakulären Neubau der Architekten Mansilla + Tuñón Architects gleich neben der Almuneda- Kathedrale bezogen. Die Galeria de las Colecciones Reales gilt als bedeutendster Museumsneubau der vergangenen Jahrzehnte in Spanien und erntete begeisterte Kritiken seit seiner Eröfffnung im Juni 2023. Im Anschluss an unseren Museumsbesuch genießen wir wieder das noble Ambiente an der Plaza de Oriente und gönnen uns ein wenig Erholung in einem der zahlreichen Cafés am Platz. Nach dem Besuch des Palastes wird uns unser Bus zurück zum Hotel bringen.
Die Akademie der Schönen Künste San Fernando liegt ebenfalls in der unmittelbaren Nachbarschaft unseres Hotels. Sie gilt als die zweitwichtigste Pinakothek Madrids. Philipp V. hatte sie 1744 gegründet und sechs Jahre später konnte sie den Betrieb aufnehmen und 1773 ihr Domizil in dem riesigen barocken Palacio Goyeneche in der Calle de Alcalá beziehen. In diesem Palast ist auch ihre fantastische Kunstsammlung untergebracht, in der sich Werke der bedeutendsten spanischen Künstler befinden, u.a. von Goya, Murillo und Zurbarán, aber auch zahlreiche flämische Meisterwerke. Auf der Dachterrasse des Circolo de Bellas Artes lassen wir unseren Aufenthalt in Madrid mit einem spektakulären Blick auf das Stadtzentrum ausklingen. Nachmittag bringt uns unser Bus zum Flughafen Madrid und von dort geht es mit Lufthansa zurück nach Frankfurt. Ein Transferbus bringt uns im Anschluss wieder nach Saarbrücken zurück.
Vorbehaltlich Änderungen im Programm.