Detaillierter Reiseplan
Hier finden Sie den Ablauf dieser Reise.
Viva Verdi!
Das Verdi Festival in Parma und Busseto
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Reisen in den SchulferienJeder kennt Verdis Monumentaloper „AIDA“. Spektakuläre Aufführungen gab es u.a. in Kairo, in der Arena von Verona, den Caracalla Thermen in Rom und bei den Bregenzer Festspielen. Eine Aida in Busseto? Das Teatro Verdi in Busseto ist eine Mailänder Scala im Taschenformat, mit gerade einmal 300 Sitzplätzen. Die wenigen Aufführungen sind meist schon wenige Stunden nach der Veröffentlichung bis auf den letzten Platz ausgebucht. Die Aufführung der Oper „ALZIRA“ im Teatro Regio di Parma ist eine Gelegenheit, dieses weniger bekannte und selten gespielte Werk kennenzulernen. Voltaire lieferte mit der Tragödie „Alzire, ou Les Américains“ die literarische Vorlage zu dieser tragischen Liebesgeschichte, die in Peru zur Zeit der Eroberung des Inkareiches durch die Spanier spielt. Parma und die Emilia sind nicht nur als Kunstlandschaft von Interesse. Parmaschinken, Parmigiano-Käse, überhaupt die regionale Küche und ihre Weine machen sie zu einem Feinschmeckerparadies.
Leistungen: Busreise, 5 Reisetage, 4 Übernachtungen im 4****-Starhotel du Parc, Opernkarten für „Aida“ im Teatro Verdi in Busseto (Galleria) und „Alzira“ im Teatro Regio in Parma (Poltrona), Privatkonzert in der Fondazione Bruson, 3 Abendessen, ein Delikatessenbuffet im Teatro Verdi, eine Weindegustation, alle Eintrittsgelder und Führungen laut Programm, Übernachtungssteuer, kunsthistorische Reiseleitung
Reiseleitung: Martin König und örtliche Guides
| Preis pro Person im Doppelzimmer ab Saarbrücken: | 2.200 € |
| Einzelzimmeraufschlag: | 390 € |
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Anreise über Basel und die Gotthardstrecke nach Parma. Unser Viersterne Starhotel du Parc liegt am Parco Ducale, dem herzoglichen Garten, der an die Altstadt Parmas grenzt. Das erste Abendessen nehmen wir im Hotelrestaurant ein.
Die Emilia ist für die Produktion des Parmesankäses und das Parmaschinkens berühmt. Aber auch für den Kunstinteressierten hält sie Überraschungen bereit. Der romanische Dom San Donnino in Fidenza war eine wichtige Station für die Rompilger auf der mittelalterlichen Frankenstraße. Danach geht es über kleine Sträßchen auf Entdeckungsreise in das gebirgige Hinterland, das auch für seine Weinlagen berühmt ist. Auf dem Weingut Tenuta il Poggiolo machen wir Rast, probieren Weine und andere Spezialitäten. Das Burgstädtchen Vigoleno und die romanische Baugruppe von Vigolo Marchese gehören zu den versteckten, wenig besuchten Kulturdenkmälern in der Region. Von besonderem malerischem Reiz ist Castell' Arquato, ein Bergstädtchen wie aus dem Bilderbuch. Das „Ristorante del Falconiere“, wo wir zu Abend essen, ist eine der guten Adressen für typisch emilianische Küche.
Einer der großen Verdi Interpreten war der Bariton Renato Buson, der im Januar 90 Jahre alt geworden ist. In seiner Privatwohnung in Parma haben wir eine Verabredung zu einem exklusiven Konzert mit einigen Schülern aus seiner Meisterklasse. Am Nachmittag begeben wir uns auf Verdis Spuren. In Roncole sehen wir sein bescheidenes Geburtshaus, in Busseto besuchen wir das Haus seines Gönners, die Casa Barezzi und ein Museum im Palazzo Palavicini, das der großen Sopranistin Renata Tebaldi, der Konkurrentin der Callas, gewidmet ist. Am Abend erleben wir eine große Oper in einem kleinen Opernhaus: eine Aufführung der „Aida“ im Teatro Verdi in Busseto. Zuvor stärken wir uns in der „Sala Ridotto“ des Theaters bei einem Buffet mit all den Köstlichkeiten der Region wie Schinken, Mortadella, Culatello, Parmigiano und Pecorino Käse, dazu ein Glas Wein und ein Gebäck zum Dessert.
Parma war einst die Herzogsresidenz der Farnese und besitzt eine Vielzahl hochrangiger Kunstwerke aus verschiedenen Epochen. Meisterwerke romanisch-gotischer Bildhauerkunst zieren den Dom und das Baptisterium. Der Renaissancemaler Correggio bereicherte den Dom mit seinen Fresken und malte die Kirche S. Maria della Steccata aus. Die Piazza Garibaldi mit dem Regierungspalast und dem Uhrturm ist der „Salon“ der Stadt. Rund um die Strada Cavour und die Via Farini reihen sich die kleinen Geschäfte und historischen Cafés, die den Reiz Parmas prägen. Nach unserem geführten Stadtrundgang am Morgen steht der Nachmittag zur freien Verfügung. Am Abend besuchen wir die sonst selten aufgeführte Oper „Alzira“ von Giuseppe Verdi im Teatro Regio. Anschließend speisen wir in einem schönen Lokal in der Altstadt.
Auf der Rückreise verlassen wir die Autobahn für einen Abstecher nach Mailand. Hier besuchen wir die von Verdi gestiftete „Casa del Riposo dei Musicisti“, ein Seniorenheim für Musiker, nach seinen eigenen Worten seine schönste „opera“. In der Grabkapelle haben er und seine zweite Ehefrau Guiseppina Strepponi ihre letzte Ruhestätte gefunden. Heimreise über die Gotthardautobahn und Basel nach Saarbrücken.