Detaillierter Reiseplan
Hier finden Sie den Ablauf dieser Reise.
Mailand - Teatro alla Scala
Charles Gounods Oper "Faust" im Teatro alla Scala
Musik
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StädtereisenDas Teatro alla Scala wurde von Maria Theresia in Auftrag gegeben und am 3. August 1778 feierlich eröffnet. Es zählt zu den berühmtesten Musiktempeln der Welt. Große Künstlerkarrieren aus den Bereichen der Oper, des Balletts und der Sinfonischen Musik sind untrennbar mit ihm verbunden. Mit ihren 2030 Sitzplätzen und 146 Logen strahlt die Scala auch nach der jüngsten Renovierung noch jenen nostalgischen Charme aus, der den Genuss einer jeden Opern– und Ballettaufführung umrahmt und erhöht.
Seit 2015 ist Riccardo Chailly der musikalische Leiter der Scala und wird dieses Amt Ende des Jahres an den südkoreanischen Dirigenten Myung-Whun Chung übergeben. Chailly gehört zu den Großen seiner Zunft und hatte zahlreiche Engagements bei den renommiertesten Orchestern in Europa und den USA. Dem Amsterdamer Concertgebouw-Orchester und dem Gewandhausorchester in Leipzig diente er über Jahre hinweg als Chefdirigent.
Mailand ist der wichtigste wirtschaftliche Motor Italiens, internationales Modezentrum und Sitz großer Verlage. Besonders die Norditaliener sprechen gern von der „heimlichen Hauptstadt“. Jedenfalls ist sie die einzige italienische Stadt, die wirklich großstädtisches Flair besitzt. Als Kunststadt wird Mailand jedoch häufig unterschätzt. Große Bedeutung hatte die Metropole schon in der Spätantike, eine zweite Blütezeit erlebte die Stadt unter der Herrschaft der Herzogsdynastien Sforza und Visconti.
Leistungen:
Flugreise, 5 Reisetage, Luxair-Linienflug von Luxemburg nach Mailand-Malpensa, 23 Kilo Freigepäck, 4 Übernachtungen und Halbpension im 4****- Hotel Sina de la Ville im Zentrum Mailands, 1 gute Opernkarte der ersten Kategorie im Teatro alla Scala (Parkett), alle Transfers, Eintrittsgelder und Führungen laut Programm, kunsthistorische Reiseleitung.
Reiseleitung: Karl Meiser und örtliche Führung
| Preis pro Person im DZ ab Saarbrücken: | 2.830 € |
| Einzelzimmeraufschlag: | 440 € |
| Fluganreise ab Frankfurt: | auf Anfrage |
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Am späten Vormittag Bustransfer ab dem Parkplatz P25 in der Dudweilerstr. 98 in Saarbrücken nach Luxemburg zum Flughafen Findel. Von dort geht es mit einer Luxairmaschine um 14.40 Uhr nach Mailand, wo wir um 16.00 Uhr auf dem Flughafen Malpensa landen werden. Ein Bus bringt uns ins Zentrum. Zimmerbezug im Hotel Sina de la Vile, das ganz in der Nähe der Scala und nur wenige Gehminuten vom Domplatz entfernt liegt. Zum gemeinsamen Abendessen sind wir in einem schönen Restaurant zu Gast.
Mailand wird als Kunststadt im Vergleich mit Florenz, Venedig oder Neapel oft unterschätzt. Als römische Kolonie gegründet wurde die Stadt zunächst kaiserliche Residenzstadt, kurze Zeit später frühchristliches Zentrum unter dem Bischof und Kirchenlehrer Ambrosius, im Mittelalter freie Kommune, danach Hauptstadt eines mächtigen Herzogtums, das später an Österreich fiel und sich im Zuge des Risorgimento dem Königreich Italien anschloss. Heute ist Mailand, in Konkurrenz zu Rom, der wichtigste wirtschaftliche Motor des Landes, internationales Modezentrum und Sitz großer Verlage.
Ein Spaziergang durch das historische Zentrum verschafft uns eine erste Orientierung und lässt uns etwas von der besonderen Atmosphäre Mailands spüren. Dreh- und Angelpunkt des gesamten Stadtgefüges ist die Piazza del Duomo, auf der sich der Dom als monumentales, graues Steingebilde erhebt. Die Baugeschichte der Kathedrale erstreckt sich über mehr als ein halbes Jahrtausend: 1386 wurde mit den Arbeiten begonnen, abgeschlossen wurden sie erst 1965 mit dem Einbau der letzten Bronzetür. Dieses architektonische Meisterwerk vereint eine erstaunliche Vielfalt an Baustilen; fast jede Epoche hat ihre Spuren hinterlassen. Erst im Auftrag Napoleons, der sich im Dom 1805 zum italienischen König krönen ließ, wurde die Fassade fertig gestellt. Ein unvergleichliches Erlebnis ist der Besuch der Domdächer, die mittels eines Lifts bequem zu erreichen sind. Man genießt einen wunderbaren Blick über die Stadt und kann zugleich die filigranen Turmspitzen ganz aus der Nähe betrachten. Vom Domplatz aus gelangt man unmittelbar in die mondäne Galleria Vittorio Emanuele II, einen Prachtbau im Stil der Gründerzeit, der in den Jahren 1865 bis 1877 vom Architekten Giuseppe Mengoni errichtet wurde. Die älteste überdachte Einkaufspassage der Welt mit ihren eleganten Geschäften namhafter Marken, berühmten Cafés und Restaurants sowie den renommierten Buch- und Musikläden ist weit mehr als nur eine Einkaufspassage. Sie ist der große, öffentliche Salon der Mailänder, dekoriert mit Elementen des Historismus und des Jugendstils und wird von einer kühnen Glaskuppel überwölbt. Die Galerie stellt die kürzeste Verbindung zwischen Domplatz und dem Teatro alla Scala her und von dort aus ist es nicht weit zum „Goldenen Dreieck“, dem Viertel der Alta Moda rund um die Via Monte Napoleone mit ihren eleganten Luxusläden und exquisiten Boutiquen. Zuvor besuchen wir das Scala-Museum, in dem wir die Geschichte des berühmten Musiktheaters hautnah erleben: eine exquisite Sammlung wertvoller Exponate zu Komponisten und Interpreten von der Callas bis zu Verdi.
Nach dem Frühstück spazieren wir ins Brera-Viertel, das seinen Namen dem Wort „braida“ (lat.: Wiese) verdankt. Im 19. Jahrhundert hatte sich das Stadtviertel zum Zentrum des künstlerischen Lebens entwickelt und konnte sich das Flair des Bohemienhaften bis heute bewahren. In den malerischen Gassen und Innenhöfen findet man Galerien, Cafés, Antiquitätenläden und zahllose Bars. Die Accademia di Belle Arti di Brera wurde 1776 von der österreichischen Kaiserin Maria Theresia gegründet. Sie zieht bis heute Künstler aus aller Welt an. Die Akademie ist im barocken Palazzo di Brera untergebracht und teilt sich das Gebäude mit der Pinacoteca di Brera - einer der bedeutendsten Kunstsammlungen Italiens. Nach unserem Museumsbesuch verweilen wir in dem Viertel und genießen die entspannte Atmosphäre. Nachmittags können Sie nach Lust und Laune Mailand individuell erkunden.
Eines der markantesten Bauwerke Mailands ist das mächtige Castello Sforzesco, das der Herzog Francesco I. Sforza 1450 im Herzen Mailands errichten ließ. Das große Kastell wurde anstelle einer zerstörten Burg erbaut und war der Sitz der Mailänder Herzöge. Mit seiner 200 Meter langen Fassade und den vier mächtigen Türmen bietet das Schloss einen beeindruckenden Anblick. Der imposante Renaissancebau beherbergt die Kunstsammlungen des Museo Civico, u.a. eine sehr schöne Musikinstrumentensammlung und eine herausragende Pinakothek. Ein Highlight des Museumskomplexes ist die Pietà Rondanini, ein ergreifendes Spätwerk Michelangelos, an dem er bis zu seinem Tod 1564 arbeitete. In der Sala delle Asse können wir die restaurierten Deckenfresken von Leonardo da Vinci aus dem Jahr 1498 bewundern. Nach unserem Besuch lädt der 1888 angelegte Parco Sempione zu einer kurzweiligen Verschnaufpause ein, ehe wir uns auf den Weg zum Dominikanerkloster Santa Maria delle Grazie machen. In den Jahren 1495-97 hatte Leonardo da Vinci im Refektorium des Klosters ein riesiges Wandgemälde in Temperafarben auf Putz ausgeführt - die berühmte Darstellung des Letzten Abendmahls. Wir bemühen uns frühzeitig um Eintrittskarten, aber wir können leider nicht garantieren, dass uns auch Karten zugeteilt werden.
Der Rest des Nachmittages steht zu Ihrer freien Verfügung. Am späten Nachmittag treffen wir uns zu einem opulenten Aperitif in einem schönen Restaurant ganz in der Nähe der Scala. Um 19.30 Uhr hebt sich dann der Vorhang zu der Vorstellung von Charles Gounods „Faust“ im Teatro alla Scala.
Die Pinacoteca Ambrosiana ist ein Kleinod unter Mailands Kunstmuseen und beherbergt eine beeindruckende Sammlung von Werken der Renaissance und des Barock, darunter Meisterwerke von Leonardo da Vinci, Caravaggio, Raffael, Tizian, Sandro Botticelli und Jan Brueghel. Sie wurde im Jahr 1618 vom Kardinal Federico Borromeo gegründet und ist eines der ältesten Museen Europas. Die zugehörige Biblioteca Ambrosiana zählt zu den bedeutendsten der Welt. Ihre Sammlungen umfassen mehr als eine Million gedruckte Bände, etwa 40.000 Manuskripte, 12.000 Zeichnungen und 22.000 Kupferstiche. Ein besonderes Erlebnis ist der Besuch des Leonardosaal, wo regelmäßig Seiten seines Codex Atlanticus im Original ausgestellt werden. An die Zeit, als Mediolanum eine blühende Metropole im Römischen Imperium war und der Kirchenlehrer Ambrosios als Bischof in Mailand wirkte, erinnern die Kirchenareale von Sant‘ Ambrogio und San Lorenzo Maggiore. Der alte Stadthafen um den Naviglio Grande hat sich in den vergangenen Jahren zu einem beliebten Viertel entwickelt. Einerseits bildet es das pulsierende Herz des Mailänder Nachtlebens und zugleich ist es ein Zeugnis herausragender Ingenieurskunst. Benannt ist es nach den Navigli, einem System von Kanälen aus dem 12. Jahrhundert. Die beiden Hauptkanäle, Naviglio Grande und Naviglio Pavese, wurden einst für den Warentransport und die Bewässerung genutzt. An der Planung des Kanalsystems war auch Leonardo da Vinci beteiligt. Tagsüber locken Vintage-Läden, Kunstgalerien Besucher an. Zahlreiche Bars und Restaurants laden zum Verweilen ein. Hier lassen wir unsere Reise bei einem Aperitif ausklingen. Am frühen Abend verlassen wir Mailand. Auf dem Weg zum Flughafen Malpensa werfen wir noch einen Blick auf eines der größten urbanen Entwicklungsprojekte Europas, das CityLife-Viertel. Auf dem Gelände des ehemaligen Messezentrums entstand ein modernes Geschäfts- und Wohnquartier mit drei markanten Wolkenkratzern. Entworfen von den Architekten Arata Isozaki, Zaha Hadid und Daniel Libeskind setzen diese Hochhäuser starke architektonische Akzente. Um 21.20 Uhr fliegen wir zurück nach Luxemburg und von dort geht es mit einem Bus weiter nach Saarbrücken.