Detaillierter Reiseplan
Hier finden Sie den Ablauf dieser Reise.
Silvester in Augsburg
Neujahrskonzert mit den Augsburger Philharmonikern und dem Opernchor
Silvesterreise
Musik
Bahnreise
Städtereisen
Reisen in den SchulferienNeujahrskonzert mit den Augsburger Philharmonikern und dem Opernchor
Privatkonzert im Mozarthaus
Silvestergala im Maximilian's
Augsburg hat Flair. Und eine außerordentlich illustre Vergangenheit dazu. Beides spielt wohl zusammen und macht die Stadt so sympatisch und den Besuch lohnenswert. Die Stadt vereint auf engstem Raum Römerzeit, Renaissance und Rokoko, Weltkunst und UNESCO-Welterbe. Namhafte Persönlichkeiten wie die Fugger und Welser, die Mozarts, Bert Brecht, Martin Luther, sowie die Kaiser Augustus, Maximilian I. und Karl V. sind mit Augsburg verbunden. Die Stadt wiederum gab dem berühmten Augsburger Silber, dem Augsburger Bekenntnis, dem Augsburger Religions- frieden den Namen, der damit weit über den Stadt- horizont hinaus erstrahlte. Venezuela war einmal Kolonialbesitz der Augsburger Kaufmannsdynastie der Welser. In der Maschinenfabrik Augsburg entwickelte Rudolf Diesel seinen bahnbrechenden Dieselmotor...
Das, und vieles andere erfährt man bei einer Stadtführung und lernt dabei eine der schönsten Renaissancestädte Deutschlands kennen. Das gastro- nomische Angebot entspricht dem einer weltoffenen Stadt, wobei die traditionelle Kombination von schwäbischer und bayerischer Küche weiterhin gepflegt wird. Unser Hotel Maximilian's, ehemals Drei Mohren, blickt auf eine über 300jährige Tradition zurück, in der es sich von der Fürstenherberge zum 5- Sterne Superior Hotel entwickelt hat. Zum Jahres- wechsel nehmen wir an der großen Silvestergala in der „Teehalle“ des Hotels teil.
Das Neujahrskonzert am 1. Januar steht unter der Überschrift „Opernchöre“. Im Programm heißt es: „Was wäre die Oper ohne ihren Chor? Ob Festszenen, Triumphmärsche, Gefangenenchöre, Trinkgelage oder aufgebrachte Volksmassen: Der Opernchor schafft Büh- nenrealismus und verstärkt mit seinem breiten musika- lischen Tableau die großen dramatischen Momente. Die Augsburger Philharmoniker und der Opernchor des Staatstheater Augsburg präsentieren im Neujahrskonzert Klassiker von Mozart über Verdi bis zur Wiener Operette.“
Den musikalischen Schlusspunkt setzt am 2. Januar ein kleines Privatkonzert. Stephanie Knauer begleitet den Tenor Manuel Ried am Hammerklavier im Mozarthaus zu Werken von Mozart, Haydn, Beethoven und Schubert.
Leistungen:
Bahnreise 1. Klasse, 4 Reisetage, 3 Übernachtungen im 5*****-sup. Hotel Maximilian's, Welcomedrink, 1 Abendessen im Hotel, Silvester-Galadiner inkl. Getränke und Mitternachtschampagner, 2 lokal-typische Mittagessen und 1 Abendessen, Konzertkarten der 1. Kategorie für das Neujahrskonzert im Martini Park, alle Transfers, Eintrittsgelder und Führungen laut Programm, kunsthistorische Reiseleitung
Reiseleitung: Martin König
| Preis pro Person im Doppelzimmer ab Saarbrücken: | 1.850 € |
| Einzelzimmeraufschlag: | 280 € |
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Der durchgehende Intercity Zug von Saarbrücken nach Augsburg bietet eine schnelle und bequeme Anreise. Laut Fahrplan kommen wir um die Mittagszeit in Augsburg an. Während unser Gepäck zum Hotel gebracht wird schlendern wir durch die Fußgängerzone und kehren unterwegs bei einer besonderen Adresse zu einem ordentlichen schwäbischen Mittagsimbiss ein. Das Hotel Maximilian's ist das „erste Haus am Platz“. Dort werden wir mit einem Welcomedrink empfangen. Nachdem Sie sich ein wenig eingewöhnt haben beginnt unsere erste Stadterkundung mit einem Spaziergang zum Markt- platz mit dem Rathaus und dem Perlachturm. Das Rathaus ist eines der Wahrzeichen Augsburgs. Stadtwerkmeister Elias Holl errichtete diesen bedeutend- sten Profanbau der deutschen Renaissance zwischen 1615 und 1620. Der dort bis 1624 entstandene und kürzlich restaurierte Goldene Saal – benannt nach der vergoldeten hölzernen Decke – ist einer der imposantesten Repräsentationsräume Deutschlands und vermittelt etwas von dem Glanz der ehemaligen Reichsstadt. Im Stadtpalast der Fugger am Zeugplatz hielten sich Kaiser Karl V. und andere Habsburger auf. Dort wurde Luther 1518 von Kardinal Cajetan verhört, residierte 1632 Schwedenkönig Gustav II. Adolf und gab Mozart 1777 ein Konzert. Hinter der prächtigen Fassade verbergen sich die historischen Badstuben, die als atemberaubend schöne Raum- kunstwerke im Stil des Florentiner Manierismus begeistern. In der Loggia des Serenadenhofs veran- schaulicht eine Ausstellung die kunsthistorische Bedeutung dieser einzigartigen Räume und vermittelt Einblicke in die künstlerische und kulturelle Welt der Fugger. Zum Abendessen sind wir zurück im Hotel.
Zur Zeit der Renaissance machten Fugger, Welser und andere Augsburger Kaufleute Geschäfte mit Päpsten, Kaisern und Königen. Sie waren Montanunternehmer und Bankiers mit globalen Handelsverbindungen. Man kann sie zu Recht Frühkapitalisten nennen, die aber auch eine gewisse soziale Verantwortung übernahmen. Jakob Fugger, der „Reiche“, stiftete 1521 die „Fuggerei“, die älteste bestehende Sozialsiedlung der Welt. In ihren 140 Häusern leben 150 katholische Augsburger Bürger. Sie bezahlen für eine rund 60 Quadratmeter große Wohnung eine jährliche (Kalt-) Miete von 0,88 Euro. Dafür sprechen sie täglich drei Gebete für die Stifterfamilie. Bei einer Führung werden diese und andere Details erläutert. Um Wirtschaftsgeschichte geht es auch in dem Fugger und Welser Erlebnismuseum. Das Museum ist in einem beeindruckenden Renaissancebau untergebracht und vermittelt innovativ und interaktiv ein spannendes Kapitel über Licht und Schatten des Frühkapitalismus. Am Nachmittag sind wir zurück im Hotel. Dort wird in der Zwischenzeit in der Teehalle ein festliches Silvesterdiner vorbereitet, das wir bei Weinbegleitung und Musikuntermalung genießen dürfen. Um Mitternacht stoßen wir mit einem Glas Champagner auf ein neues, hoffentlich gesundes und friedlicheres Jahr 2027 an.
Nach einem späten Frühstück schnappen wir ein wenig frische Luft bei einem Spaziergang ins idyllische Lechviertel, zu der Klosterkirche St. Ulrich und Afra mit den Fugger-Grabkapellen, zu den Wassertürmen am Roten Tor und dem Oehmschen Marionettentheater (Augsburger Puppenkiste). Ein erfolgreicher Silberhändler ließ das Schaezlerpalais in der Maxinilianstraße um 1770 errichten. Der Festsaal wurde prächtig im Geschmack des Rokoko dekoriert und im Beisein von Marie Antoinette, der späteren Königin von Frankreich, eingeweiht. Die Kunstsammlungen im Maximilianmuseum belegen die Bedeutung Augsburgs als Kunstmetropole. Am Abend besuchen wir das Neujahrskonzert „Opernchöre“ mit dem Philharmonischen Orchester Augsburg im Martini Park. Da das Stadttheater zur Zeit wegen Renovierungsarbeiten geschlossen ist, dient eine ehemalige Industriehalle als Ersatzbühne für Opern-, Theater- und Konzertveranstaltungen. Klassik trifft auf Industriearchitektur: ein durchaus reizvolles Konzept. Akustisch und technisch ist die Bühne bestens ausgestattet. Das Abendessen nehmen wir in einem bodenständigen Wirtshaus in Hotelnähe ein.
Augsburg wurde 15 v. Chr. von den Römern als „Augusta Vindelicum“ gegründet und war ab dem 2. Jahrhundert Hauptstadt der römischen Provinz Raetia. Spuren deuten auf die Existenz einer frühen christlichen Gemeinde. Der ottonische Dom „Mariä Heimsuchung“ entstand um das Jahr 1000 über einem karolingischen Vorgängerbau, dessen Krypta erhalten ist. Das berühmte romanische Bronzeportal stammt aus dieser Zeit. Die fünf Prophetenfenster von 1065 gelten als der älteste figürliche Glas- malereizyklus der Welt. Im 14. und 15. Jahrhundert erhielt die Kirche den gotischen Chor und steinerne Figurenportale. Zur Ausstattung gehören Werke von Hans Holbein d. Ä., anderer süddeutscher Meister und moderner Künstler. In der nahe gelegenen Frauentorstraße steht das Geburtshaus von Johann Georg Leopold Mozart, einem „Mann von viel Witz und Klugheit“, wie ihn ein Zeitgenosse beschrieb. Leopold Mozart war mehr als nur der Vater von Wolfgang Amadeus. Er war sein Entdecker und sein einziger Erzieher, sein Musiklehrer und sein Manager. Leopold wirkte auch selbst als Musiker und Komponist. Die Ausstellung in seinem Geburts- haus beleuchtet in verschiedenen Themenräumen einzelne Facetten seiner Persönlichkeit. Unsere Führung endet in dem barocken Zimmertheater bei einem kleinen Privatkonzert. Auf dem Programm stehen Werke von Mozart bis Beethoven. Stephanie Knauer begleitet den Tenor Manuel Ried auf dem historischen Hammerklavier. Bis zur Abfahrt des Intercity Zugs nach Saarbrücken bleibt noch Zeit für ein gediegenes schwäbisch-bayerisches Mittagessen.
Änderungen im Programm vorbehalten.