Mit seinen spektakulären Dschungelbildern gehört der „Zöllner“ Henri Rousseau
zu den maßgeblichen Wegbereitern der modernen Kunst. Anlässlich des 100.
Todestages präsentiert die Fondation Beyeler eine exquisite Ausstellung mit rund
40 Hauptwerken des Künstlers, die alle Genres im Oeuvre des Malers umfassen.
Da gibt es die Landschaften, seine berühmten Dschungelszenen, Blumenstillleben,
akribisch konturierte Porträts und allegorische Darstellungen. Zentrales Anliegen
der Retrospektive ist die Faszination, die der Maler für den Kontrast zwischen
der zivilisierten Welt und einer wilden imaginären Natur empfand.
Bevor wir in Riehen die Ausstellung besuchen, werden wir zur Mittagspause in
die Basler Altstadt fahren und einen Bummel durch das Zentrum unternehmen.
Die Retrospektive „Joseph Maria Olbrich 1867 -1908. Architekt und Gestalter der
frühen Moderne“ präsentiert diesen großen Erneuerer der Architektur erstmals
seit 27 Jahren umfassend. Sie zeigt das erstaunliche Gesamtwerk des gebürtigen
Österreichers, dessen Wiener Secessionsgebäude Architekturgeschichte schrieb.
Olbrich fand in Darmstadt um 1900 ideale Voraussetzungen für sein Schaffen.
Unter dem Patronat des Großherzogs entstand mit der Künstlerkolonie Mathildenhöhe
ein idealtypisches Jugendstil -Gesamtkunstwerk mit dem Hochzeitsturm,
Wohnhäusern, Ateliers und Außenanlagen. Unser Rundgang schließt die Dauerausstellung
und den Besuch zweier Künstlerhäuser ein. Eine Stadtführung thematisiert
die Entwicklung der Hauptstadt des Großherzogtums Hessen -Darmstadt.
Ernst Ludwig Kirchner, Gründungsmitglied der Künstlervereinigung „Brücke“ und
einer der maßgeblichen Künstler des Expressionismus, hatte prägenden Einfluss
auf die Kunst der klassischen Moderne. Sein Gesamtwerk würdigt das Städel Museum
mit einer 170 Werke umfassenden Retrospektive. Sie ermöglicht einen
neuen Blick auf die verblüffende Modernität Kirchners, dessen exzessives Leben
in seiner Kunst auf unvergleichliche Weise seinen Niederschlag gefunden hat.
Gleichzeitig präsentiert die Schirn Kunsthalle den französischen Neoimpressionisten
Georges Seurat. Er komponierte seine Werke akribisch aus zahllosen kleinen,
nebeneinander angeordneten Farbtupfern, die, sobald sie sich auf der Netzhaut
des Betrachters vermischen, einzigartige Farbwelten entstehen lassen.